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Notre Dame Unsere Liebe Frau von Guebwiller ist eine romisch katholische Kirche in der elsassischen Gemeinde Guebwiller Sie steht als Monument historique unter Denkmalschutz 1 Die reich geschmuckte FassadeSudliche SeiteNordliches Querhaus Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Architektur 2 1 Fassade 3 Ritters Veranderungen zu den ursprunglichen Planen von Beuque 4 Ausstattung 4 1 Hochaltar 4 2 Kanzel 4 3 Seitenaltare 4 4 Orgel 5 Glocken 6 Literatur 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenFurstabt Kasimir Friedrich von Rathsamhausen veranlasste 1759 die Verlegung des Stiftsitzes der Furstabtei Murbach nach Guebwiller und wandelte das Kloster in ein adliges Kollegiatstift um Noch bevor der Papst die Genehmigung zur Translation erteilte befassten sich die Kapitulare mit dem Bau des Klosters und einer Kirche 1758 wurde der Ingenieur Querret damit beauftragt einen Lageplan zu entwerfen Dabei entstand auch ein erster Grundriss der Kirche auf der Ostseite des Klosterareals Angedacht war ein nach Suden ausgerichtetes Langhaus mit kurzem Querschiff und Chor mit dreiseitigem Abschluss 2 14 Doch schon im folgenden Jahr wurde der Ingenieur ausbezahlt und der Architekt Louis Beuque aus Besancon mit ersten Entwurfen beauftragt 1760 legte Beuque erste Grundrisse vor Doch die waren dem Kapitular zu wenig modern und Beuque musste neue anfertigen 2 15Die 1761 gefertigten Plane fanden die Zustimmung des Kapitulars und man beauftragte die erste Brechung von Steinen in den nahen Gruben von Bergholtz Gleichzeitig erhielt die Abtei eine Parzelle von der Gemeinde Guebwiller Da Beuque anfangs noch in Besancon lebte setzte er eine Bauleitung ein war jedoch anscheinend unzufrieden und ubernahm diese 1763 selbst Bis 1764 gingen die Bauarbeiten gut voran und die Mauern erreichten bereits mehr als neun Meter Hohe Im gleichen Jahr erreichte die Bauherren die Erlaubnis zur Umwandlung der Abtei in ein Stift und der Bau der Stiftsherrenhauser begann 1765 scheinen erste Konflikte zwischen den Kanonikern und dem Architekten aufgekommen zu sein Man beschwerte sich beim Architekten des Bischofs von Basel doch ohne grossen Erfolg Beuque durfte weiterbauen Die Bauleitung wurde ihm jedoch 1768 wegen schwerwiegender Mangel in der Ausfuhrung der Kanonikerhauser doch entzogen und an Gabriel Ignaz Ritter ubertragen Die Liste der Mangel war lang schlechte Arbeitsbedingungen im Steinbruch zu kleine Weinkeller und eine ungenugende Bauausfuhrung mit mehrmaligen Nachbesserungen Ausloser der Beschwerden war wohl Ritter der damit die Stellung von Beuque ubernehmen wollte 2 19 Die Stiftsherren entschieden gegen den Rat des Furstabtes Beuque Bauleiter abzusetzen und Ritter die Baufuhrung der ubergeben Beuque protestierte wurde jedoch abgewiesen 1768 musste der Weiterbau der Kirche ruhen da kein Geld mehr in den Kassen der Abtei war Gleichzeitig wurde der Kirchenbau von zwei Baumeistern aus Strassburg inspiziert die auch hier Mangel erkannten So sollen die Steine im Inneren falsch zugehauen worden sein Man empfahl Beuque auch als Architekt zu entlassen Das Kapitel entliess daraufhin Beuque als Architekt und verklagte ihn vor dem koniglichen Gericht in Colmar Experten stellten fest dass insbesondere die Ausfuhrung der Kanonikerhauser weit weniger dramatisch war als vom Kapitel geschildert Nur im Innenausbau musse nachgebessert werden Das Gericht verurteile Beuque daraufhin zur Reparatur auf eigenen Kosten Ausserdem musste Beuque die Plane herausgeben was dieser verweigert hatte weil er dafur eine Entlohnung wollte Beuque wollte nicht kampflos aufgeben und wandte sich an die Akademie in Paris Doch er verlor Die Akademie bemangelte die Bauausfuhrung ebenfalls machte Vorgaben zum Weiterbau und monierte die viel zu niedrig kalkulierten Kosten des Baus Beuque hatte 24 000 Livres veranschlagt inzwischen waren mehr als 32 800 Livres notig geworden Ritter ubernahm auch das Amt des Architekten und nahm insbesondere an den noch fertigzustellenden Obergeschossen mehrere Anderungen im Stil der Vorarlberger Schule vor welche die Fassade massgeblich veranderten 1770 konnte der Bau der Kirche endlich fortgesetzt werden 1773 wurde der Dachstuhl errichtet und eingedeckt 1775 wurde das 1766 angefangene Kanonikerhaus fertig ein drittes wurde errichtet 1777 ruhten die Arbeiten erneut Im folgenden Jahr wurde vor allem an der Schaufassade des Langhauses gearbeitet und die Turme weitergebaut Im Jahr 1779 begann man mit dem Innenausbau und errichtete die Gewolbe Es folgten erster Schmuck und die Fenster wurden im unteren Bereich eingesetzt Bis 1785 wurde die Kirche endgultig fertiggestellt Die Turme blieben unvollendet auf dem Niveau des Hauptportals da keine gesicherte Finanzierung mehr zustande kam Am 27 Juli 1789 sturmten im Zuge der Franzosischen Revolution Arbeiter und Bauern das Kloster und zerstorten die Einrichtung der Kanonikerhauser Die Bewohner waren zuvor gefluchtet Die Kirche wurde weitgehend verschont Zwei Putten mit den furstabtlichen Insignien uber dem Hauptportal wurden abgeschlagen die Statuen der beiden Patrone zerstort und einige Kreuze abgehangt Mit der Aufhebung des Stiftes ging die Kirche in den Besitz der Stadt Guebwiller uber 1792 wandelte die Stadt Guebwiller die Kirche St Leger St Leodegar zur Hilfskirche um und machte Notre Dame zur Pfarrkirche Im folgenden Jahr wurde die Kirche im Zuge der Franzosischen Revolution geplundert und zu einem Tempel der Vernunft umgewandelt Nach einem Erlass der Verwaltung des Oberelsasses wurde die Kirche 1798 geschlossen Zeitweise diente sie in der Folge als Militarhospital Erst 1803 beschaftigte sich der Stadtrat wieder mit Notre Dame Man plante den Bau eines Pfarrhauses und wollte die Kirche wieder fur Gottesdienste herrichten Die Reparaturarbeiten ubernahm Ritter selbst Ausserdem wurden aus St Leger die Kanzel zwei Seitenaltare und Kirchengestuhl in die Liebfrauenkirche gebracht Das restliche Mobiliar von St Leodegar verkaufte man um die Reparaturarbeiten von Notre Dame zu bezahlen und das Gelaut beider Kirchen instand zu setzen Doch die Reparaturarbeiten reichten nicht aus Wasser drang durch die Fugen der vorspringenden Gebaudeteile Erst 1838 konnten alle Arbeiten abgeschlossen werden Immer wieder war im Schriftverkehr zur Kirche zwischen Stadt und Departement auf die hohe kunstlerische Qualitat der Kirche hingewiesen worden So wurde wohl auch wieder gegenwartig dass die Kirche unvollendet war 1842 bildete sich eine Kommission die sich fur den Fertigbau der Turme einsetzen sollte Den Vorsitz ubernahm der Bischof von Strassburg Andreas Rass Man schrieb einen Architektenwettbewerb aus an dem die Architekten Frederic aus Strassburg Caillot aus Colmar Ritter und ein Unbekannter vermutlich Charles Ligibles teilnahmen 2 42 teilnahmen Den Zuschlag erhielt Caillot doch der Conseil general des Batiments civils in Paris erlaubte vorerst nur die Fertigstellung eines Turmes Der zweite sollte erst gebaut werden wenn die Gemeinde das erforderliche Geld zusammen haben wurde Die Bauarbeiten wurden ausgeschrieben und an den jungen Guebwillerer Ingenieur Jacques Grun vergeben Eigens fur den Bau des Turmes ersann Grun ein Flaschenzugsystem mit dem man die Steine vom Boden uber eine schiefe Ebene zur Mitte des Turmunterbaus ziehen konnte und dann mit einem Kran senkrecht aufwarts zog 1845 wurde der Nordturm vollendet Der sudliche Turm wurde hingegen nicht mehr gebaut da die Stadt die Bausumme nicht auftreiben konnte Architektur Bearbeiten nbsp Vierungskuppel und Querhausdecken nbsp Blick durch das Mittelschiff zum Chor nbsp Blick in einen QuerhausarmNotre Dame wurde als Basilika uber dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes errichtet Die Kirche wurde mit Quadern aus rotem Vogesensandstein erbaut Wande Saulen Pfeiler Gebalk und Backsteingewolbe sind mit einer Kalksteinmilch in ahnlichem Sandsteinrot gestrichen sodass die Kirche in einem homogenen Farbton erstrahlt Insgesamt 42 Fenster erhellen das Innere Ein halbkreisformig schliessendes Querhaus trennt das dreischiffige Langhaus und den ebenfalls dreischiffigen Chor Der Grundriss der Vierung ist quadratisch eine hohe und fensterlose Pendentifkuppel uberwolbt hier die Vierung zentral Die Apsis des Chores schliesst halbkreisformig Ein Quertrakt umschliesst die Apsis und ragt seitlich in Verlangerung des Abschlusses der Seitenchore uber das Langhaus hinaus Die gesamte Aussenlange inklusive der Stufen betragt 71 Meter die maximale Breite 41 Meter Der Innenraum ist 60 Meter lang und im Querschiff 37 Meter breit Breite im Langhaus 24 Meter Die Vierungskuppel hat einen Innendurchmesser von 11 Metern Das Gewolbe erreicht eine Hohe von 28 Metern Das Langhaus besitzt funf Joche der Chor drei Je vier Rundsaulen korinthischer Ordnung auf Plinthen und hohen Sockeln trennen Mittelschiff und Seitenschiffe zu beiden Seiten im Chor sind es je zwei Vier quadratische Vierungspfeiler mit Pilastern tragen die Vierung und sind deutlich wuchtiger als die Saulen Gegenuber den Saulen sind an den Wanden des Seitenschiffes Zweidrittelsaulen angebracht Die Seitenschiffe des Chors enden in einer Viertelsaule am gegenuberliegenden Ende sind die Turme leicht in den Grundbau des Langhauses geruckt und somit nur Platz fur Pilaster Der Apsis des Chores und den halbrunden Abschlussen des Querhauses sind ebenfalls vier Zweitdrittelsaulen hier mit Kannelierung vorgelagert Die Saulen und Pfeiler tragen einen dreifach profilierten Architrav der sich mit den Vierungspfeilern verkropft Es schliessen sich nach oben ein breites Fries an und ein weit auskragendes Kranzgesims mit Zahnfries auf Konsolen an Daruber verbindet eine schmucklose Attika Fenster und Gebalk Im Bereich der Querhausabschlusse und der Chorapsis ist der Architrav kurzer und mit kreisenden Akanthusranken geschmuckt Der Attika ist hier eine Balustrade vorgesetzt Der untere Bereich der Chorapsis samt Saulen und Gebalk ist rot marmoriert Die Seitenschiffe erreichen nur etwa die halbe Hohe des Mittelschiffs Sie sind flach gedeckt Durch den Architrav entstehen hier tiefe quadratische Kassetten mit runden Sonnen und Laubkranzreliefs Gurtbogen gliedern das Tonnengewolbe des Mittelschiffs in Joche Die Stichkappen der Obergadenfenster reichen weit in die Joche hinein und sind tief ausgelegt Geschmuckt werden sie von ovalen Relieffeldern die abwechselnd die Initialen der Schutzpatrone und zwei Puten die deren Insignien halten zeigen Die Halbkalotten von Chorapsis und halbrunden Abschlussen der Querhausarme sind durch die Stichkappen der Fenster bis auf die Gurte fast ausgehohlt Die Fenster im unteren Bereiche sind hoher als die im Bereich der Obergaden aber alle mit Rundbogen abgeschlossen und nach aussen in die Laibung geschoben Je sieben Fensterachsen sind an den Langsseiten der Seitenschiffe eingelassen Die halbrunden Apsiden bleiben im Erdgeschoss von Chor und Querhaus fensterlos Die Apsis des Chors ist reich geschmuckt Bis zu den oberen Fenstern ist er marmoriert Vier halbrunde korinthische Saulen tragen das Gebalk das mit Rankwerk geschmuckt ist Die Attika wird von einer machtigen Balustrade verdeckt Der untere Teil zwischen den Saulen ist einfach gestaltet in den beiden ausseren Wandabschnitten stehen hier Figuren auf Sockeln Daruber sind je ein ovales Medaillon mit biblischen Szenen daruber und darunter goldene Festons und Rankwerk Im zentralen Wandabschnitt steht uber einem mehrstufigen Sockel ein geoffneter Sarg mit Leichentuch Dichtes Gewolk steigt aus dem Sarg empor bis zu einem enormen Strahlenkranz in dessen Zentrum ein rundes Fenster mit Auge der Vorsehung leuchtet In den Wolken steht Maria getragen von Engeln und Putten Die Szenen zeigt Maria Aufnahme in den Himmel Fassade Bearbeiten Eine siebenstufige Freitreppe nimmt die ganze Breite der Fassade ein und fuhrt zu den drei Portalen die den drei Kirchenschiffen entsprechen Uber diese betritt man direkt das Kircheninnere Die Fassade selbst ist leicht zuruckgesetzt so dass die Turme aus der Fassade hervorragen Ihr Grundriss ist annahernd quadratisch Die eigentliche Fassade zwischen den Turmen ist geschlossen funfachsig und zweigeschossig Vor der Fassadenwand stehen ubereinander zwei Ordnungen von je vier dorischen Saulen Die unteren tragen gemeinsam mit zwei Pilastern an den Kirchturmseitenwanden einen machtigen Architrav mit Triglyphen und weit auskragendem Kranzgesims daruber Je zwei Saulen sitzen auf einem gemeinsamen Sockel zwischen den Portalen Das Gebalk setzt sich um die Turmfassaden herum fort Das hohere Hauptportal besitzt ein querrechteckiges Giebelfeld mit Inschrift auf einer weissen Marmortafel Opus namque grande est neque enim homini praeparatur habitatio sed Deo dt Das Werk aber ist gross denn es ist nicht eines Menschen Wohnung sondern Gottes des Herrn 1 Chr 29 1 EU Daruber steht ein Aufsatz auf Konsolen uber dem zwei Putten die furstabtlichen Insignien halten Der Portalsturz setzt sich als profiliertes Gesims uber das ganze Portal fort Die Seitenportale sind niedriger und von Dreiecksgiebeln bekront die vom Rahmen durch Voluten abgehoben sind Zwischen diesen sitzt ein querrechteckiges Feld Uber dem sich uber die gesamte Breite fortsetzenden Gesims sind im Bereich uber den Seitenportalen je ein ovales Medaillon mit Artischockengirlande angebracht Weitauskragende Gesimse schliessen die jeweiligen Etagen von Haupt und Turmfassaden ab Im zweiten Geschoss tragen vier ionische Saulen uber denen des Erdgeschosses ein Gebalk mit Dreiecksgiebel als Frontspiess Das Gebalk tritt dann als Band zuruck und erst im Bereich der hier oktogonalen Turme wieder hervor und wird von je vier dreiviertelrunden Ecksaulen ionischer Ordnung getragen Uber dem Hauptportal liegt im zweiten Geschoss ein hochrechteckiges Fenster mit einer Blendbalustrade darunter In den Turmen sind zwei Rundbogenfenster Uber allen drei Fenster liegt ein Giebelfeld mit einer Tuchgirlande Figuren stehen zwischen den Saulen Uber den Seitenportalen sind im ersten Stock Relieffelder angebracht Die Wande zwischen den Saulen sind im Erdgeschoss hervorgehoben sonst eingetieft Uber dem Gebalk des zweiten Geschosses verbinden Balustraden die Sockel der dritten Turmgeschosse Ursprunglich sollte hinter dem Dreiecksgiebel zwischen der Balustrade eine Uhr mit auffalligem Gehause sitzen Ein geschwungener Aufbau sollte in zwei flachen Voluten auslaufen auf den Flammenvasen stehen sollten Im Zentrum des nach oben schmal zulaufenden Feldes sollt oben die Uhr sitzen zwei Putten sollten links und rechts sitzen Als Abschluss sollte uber der Uhr eine Kugel mit Kreuz ruhen um das sich eine Schlange windet Der sudliche Turm links bricht hier ab Der Nordturm wiederholt den Aufbau des zweiten Geschosses Im hochrechteckigen Fenster ist eine Turmuhr untergebracht Das Gebalk wird hier allerdings von einem Zahnfries abgeschlossen Das vierte Geschoss verjungt sich leicht und ist im Bereich seines Sockels mit einer Balustrade verblendet Lisenen betonen die Ecken In den hochrechteckigen Fenstern sitzen hier Schallarkaden Abgeschlossen wird der Turm von einer kleinen Kuppel mit Reliefen die auf einer Attika sitzt Ritters Veranderungen zu den ursprunglichen Planen von Beuque Bearbeiten nbsp Zeichnung der Fassade von Beuque aus dem Jahr 1765Beuques Plane wurden von Ritter im Inneren nur leicht verandert Auf Anraten der Pariser Akademie reduzierte Ritter die Hohe des Gebalks und liess die Kranzgesimse weniger stark hervortreten Die Gewolbefenster wurden etwas kleiner ausgefuhrt als von Beuque geplant Auch den Bereich der Attika veranderte Ritter leicht Beuque hatte oberhalb des Architravs eine Attika als Ubergang vorgesehen Beuque hatte die Attika in einzelne fein gegliederte Sockel fur Gurte und Fenster unterteilt die durch unterschiedliche Hohen definiert waren Ritter machte die Fenster kurzer so dass sie nicht unterhalb des Gewolbeansatzes sondern knapp daruber begannen So fehlte den Fenstern die Verbindung zur Attika und leere Felder entstehen In Beuques Entwurf war die Attika weit weniger eigenstandig ausgepragt und somit leichter Sie sollte einen weicheren Ubergang zwischen Gewolbe und Gebalk bilden Ansonsten ubernahm Ritter weitgehend Beuques Plane des Grundbaus In Beuques Entwurfen fehlt eine Empore es ist davon auszugehen dass Ritter diese spater einplante Er setzt die Empore auf der Eingangsseite ins Mittelschiff und liess sie im Seitenschiff leicht zurucktreten Den Wandabschnitten zwischen dem Haupt und den Seitenportalen sind je zwei Zweidrittelsaulen vorgelagert vor denen noch einmal Pilaster sitzen Dazwischen sitzt der Aufgang zur Empore Zwei kleinere Saulen im Mittelschiff tragen die Empore Ritter veranderte den Bau im inneren vor allem in Dekoration und Ausstattung Beuque sah in den ersten Entwurfen vor allem rokokohafte Verzierungen und Girlanden vor die Fenster und Kuppel umspielen sollten Spater veranderte er selbst Die Girlanden an den Fenstern fehlten die oberen Fenster sollten seilahnliche Streifen erhalten Ein Band aus kreisformigen Elementen sollte die Gurtbogen schmucken Ritter veranderte diese Plane weiter Die Gurtbogen erhielten kleine Kassetten mit Blattschmuck Die Kannelierung der Saulen in den Querhausapsiden geht auf Ritter zuruck Beuques erste Entwurfe sahen noch kein Chorgestuhl vor In seinen uberarbeiteten Planen setzte er dann zwischen die Stutzen der ersten beiden Joche des Chores ein niedriges Gestuhl Das Mittelschiff des Chors sollte ausserdem durch Gitter von den Seitenschiffen getrennt werden Ritter schuf gemeinsam mit Fidel Sporer ein deutlich prachtigeres Gestuhl Es ist wesentlich hoher als das von Beuque eingeplante und nimmt die drei Chorjoche ganz ein Beuques Gestuhl sollte sich ganz der Architektur unterordnen und nur zwischen den Saulen stehen in der von Ritter ausgefuhrte Variante verdecken nun die Ruckwande die unteren Teile der Saulen Einschneidende Veranderungen fuhrte Ritter an der Fassade durch Die ursprunglichen Pilaster in der Fassade der Seitenturme tauschte er gegen ionische Saulen wie sie auch in der Hauptfassade auftauchen Beuques Plane waren hier wesentlich schlichter Ausstattung BearbeitenHochaltar Bearbeiten Der Hochaltar ist einfach gehalten Stipes und Mensa sind aus Marmor Darauf stehen links und rechts dreiarmige Leuchter Im Zentrum steht ein Retabel darauf ein Kruzifix mit zwei betenden Engeln Daruber erhebt sich ein monumentales Himmelfahrtrelief das bis zum Gewolbe reicht und in einer Gotteswolke gipfelt deren Zentrum ein Oculus ist Kanzel Bearbeiten Die Kanzel der Aufgang und der Schalldeckel sind aus schwarzem und weissem Marmor mit Goldapplikationen Sie steht an einem der Vierungspfeiler Im Zentrum der Kanzel steht ein Medaillon mit der Darstellung Christi Seitenaltare Bearbeiten In den beiden Chorseitenschiffen steht an der Stirnwand je ein schwarzweisses Retabel mit Saulen und Vasenschmuck auf einem Sarkophagaltar Im Zentrum stehen jeweils Gemalde eines des heiligen Sebastian und eines des heiligen Valentin Daruber ist jeweils ein Medaillon mit Darstellung der Gottesmutter Die Themen der einfacher gehaltenen Altare in den Querhausarmen zeigen eine Beweinung Christi und ein Heiligstes Herz Jesu als skulpturalen Aufsatz der Mensa Orgel Bearbeiten Das machtige Orgelprospekt erreicht beinahe die Hohe der Gewolbe Es stammt aus der Zeit um 1785 und wurde von Ritter und Sporer errichtet Die erste Orgel stammte von Joseph Rabiny Das heutige Instrument wurde von Charles Mutin erbaut und 1908 eingeweiht Mehrfach wurde die Orgel im 20 Jahrhundert umgebaut erweitert und gewartet zuletzt 2016 von der Manufacture d Orgues Muhleisen aus Strasbourg 3 nbsp Chor mit Chorgestuhl Altar und Himmelfahrtrelief nbsp Gotteswolke im oberen Bereich des Himmelfahrtreliefs nbsp Kanzel nbsp OrgelGlocken BearbeitenIm Turm hangt ein Glockengelaut mit funf Glocken die Glocken 2 und 3 wurden 1718 von den reisenden Glockengiessern Rosier und Seurot gegossen die anderen drei 1926 von der Glockengiesserei Paccard 4 Glocke Name Durchmesser Gewicht Schlagton1 Notre Dame 1696 mm 3070 kg B2 Saint Leger 1325 mm 1365 kg es3 Saint Fabien 1170 mm 0 930 kg f4 Saint Joseph 1050 mm 0 750 kg g5 Saint Louis 0 882 mm 0 439 kg bLiteratur BearbeitenJurg Davatz Die Liebfrauenkirche zu Gebweiler Baugeschichte Architektur Architekten Europaische Hochschulschriften Reihe XXVIII Band 3 Herbert Lang Peter Lang Bern und Frankfurt am Main 1974 Walter Hotz Handbuch der Kunstdenkmaler im Elsass und in Lothringen Deutscher Kunstverlag Munchen 1976 S 63 Roger Lehni Ubers Joseph Storck Liebfrauenkirche zu Gebweiler SAEP Edition Ingersheim bei Colmar 1985 Dominique Toursel Harster Jean Pierre Beck Guy Bronner Dictionnaire des Monuments historiques d Alsace La Nuee Bleue Strassburg 1995 S 143fWeblinks Bearbeiten nbsp Commons Notre Dame de Guebwiller Sammlung von Bildern Videos und AudiodateienEinzelnachweise Bearbeiten Eintrag Nr in der Base Merimee des franzosischen Kulturministeriums franzosisch a b c d Davatz 1974 Website zu den Orgeln des Elsass Guebwiller Notre Dame mit Disposition franzosisch abgerufen am 22 Dezember 2021 Cloches Comtoises Guebwiller Eglise Notre Dame franzosisch 47 905764 7 214597 Koordinaten 47 54 20 8 N 7 12 52 5 O Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Notre Dame Guebwiller amp oldid 228701623