www.wikidata.de-de.nina.az
Die als Friesenstein Klasse bezeichnete Schiffsklasse ist eine Baureihe von Motorschiffen des Norddeutschen Lloyd Die Schnellfrachter Serie des Norddeutschen Lloyd war deren letzter Entwurf eines herkommlichen Stuckgutschiffs vor der Fusion mit der HAPAG und der darauffolgenden Umstellung der beiden Reedereien auf Containerschiffe Friesenstein Klasse Die Bayernstein in Auckland 1973 Die Bayernstein in Auckland 1973SchiffsdatenSchiffsart StuckgutschiffSemicontainerschiffBauwerft Lubecker Flender Werke LubeckBremer Vulkan BremenSchiffsmasse und BesatzungLange 161 72 m Lua 153 50 m Lpp Breite 22 50 mTiefgang max 8 808 mVermessung 10 481 BRT 7485 BRT 6348 NRT 4430 NRT Besatzung 48Ab 1980Lange 176 50 m Lua Breite 26 50 mTiefgang max 10 003 mMaschinenanlageMaschine 1 MAN K8Z 86 160 E DieselmotorMaschinen leistungVorlage Infobox Schiff Wartung Leistungsformat 13 500 kW 18 355 PS Hochst geschwindigkeit 21 5 kn 40 km h Propeller 1 FestpropellerTransportkapazitatenTragfahigkeit 12 787 9768 tdwZugelassene Passagierzahl 12TransportkapazitatenContainer 504 TEUSonstigesKlassifizierungen Germanischer LloydDatenGrunddaten VolldeckerDaten in Klammern SchutzdeckerDaten ab 1980 nur umgebaute Schiffe Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Technik 3 Die Schiffe 4 Literatur 5 Weblinks 6 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenDie Baureihe dieses von den Lubecker Flender Werken und dem Bremer Vulkan gebauten Schiffstyps umfasste sieben Einheiten die in den Jahren 1967 68 in kurzer Folge in Dienst gestellt wurden Das erste Schiff der Klasse war die am 28 September 1967 abgelieferte Friesenstein Den Abschluss der Klasse bildete die Bayernstein Durch das Konzept der Schnellfrachter die mit ihrer hohen Geschwindigkeit von 21 5 Knoten eine erhebliche Verkurzung der Reisedauer ermoglichten erhoffte sich der NDL ebenfalls eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit fur den Liniendienst nach Fernost zu erreichen und wieder mit der HAPAG gleichzuziehen mit der man einen Gemeinschaftsdienst nach Ostasien betrieb und die im Marz desselben Jahres den letzten von sieben ahnlich konzipierten Schnellfrachtern der Westfalia Klasse in Dienst gestellt hatte Die Planungen zur Friesenstein Klasse begannen 1965 als erste Erfahrungen mit den neuen Schiffen des Mitbewerbers gesammelt worden waren und die Finanzierung der kostspieligen Neubauten feststand nbsp Die Friesenstein im Originalzustand nbsp Die Friesenstein in Hapag Lloyd Farben nbsp Die Friesenstein nach dem Umbau zum SemicontainerschiffSchon zu Baubeginn der Friesenstein Klasse wurde der Wandel der Langstreckenlinienverkehre durch die Einfuhrung des Containers deutlich Dies fuhrte dazu dass nur kurze Zeit darauf begonnen wurde den Ostasiendienst auf Containerschiffe umzustellen Noch bevor sich der Norddeutsche Lloyd zum 1 September 1970 mit der HAPAG zusammenschloss hatten beide Reedereien jeweils ihre ersten vier Containerschiffe geordert die in den Jahren 1972 1973 fur den gemeinsamen Ostasiendienst der neugegrundeten Hapag Lloyd in Fahrt kamen Daher brachte die Hapag Lloyd die sieben Schiffe ab 1972 vom Fernostdienst in den Sudamerikadienst Bis Ende der 1970er Jahre wurde die Umwandlung der Hapag Lloyd zur Containerlinienreederei weiter vorangetrieben Vier Schiffe der Friesenstein Klasse wurden verkauft Als erstes Schiff schon 1974 die Hessenstein 1978 folgte die Badenstein 1979 die Sachsenstein und 1980 die Bayernstein Die restlichen drei Schiffe Friesenstein Holstenstein und Schwabenstein wurden 1980 bei den Thyssen Nordseewerken in Emden zu Semicontainerschiffen umgebaut Als erstes Schiff traf am 21 Februar 1980 die Schwabenstein zum Umbau in Emden ein Am 22 April war der erste Umbau abgeschlossen der Umbau der Friesenstein folgte in den Monaten April bis Juni und die Holstenstein wurde am 7 August 1980 fertiggestellt Beim Umbau schnitt man den Rumpf direkt vor dem Aufbau auseinander und setzte eine 14 80 m lange Sektion ein Diese bildete spater den mit Zellengerusten ausgestatteten Containerladeraum Nummer 5 Zwischen Laderaum 4 und 5 wurde ein 28 Tonnen Containerkran angebracht Des Weiteren wurden die Schiffe durch das Anbringen von je 96 Meter langen und zwei Meter breiten seitlichen Anschwellungen um insgesamt vier Meter verbreitert um die Schiffsstabilitat zu erhohen Nach den Umbau waren die Schiffe rund zwei Knoten langsamer als vorher und konnten 322 TEU Container im Laderaum und 182 TEU an Deck transportieren Die umgerusteten Schiffe verblieben fur die nachsten drei bis vier Jahre auf der Route zwischen Nordeuropa und der sudamerikanischen Westkuste dann wurden auch sie verkauft Auffallig ist das die vier fruhzeitig verkauften Schiffe alle schon nach 15 bis 20 Jahren wieder abgebrochen wurden wahrend die Nutzungsdauer der modernisierten Einheiten im unteren normalen Bereich lag Dies lasst sich damit erklaren das die Containerisierung den rentablen Stuckgut Einsatz der technisch aufwandigen Linien Schnellfrachter bald nicht mehr zuliess wahrend die nachtraglich umgebauten Schiffe fur weitere zehn Jahre ihre wirtschaftliche Nische fanden Technik BearbeitenHerausstechendstes Merkmal waren neben der aussergewohnlich platzsparend angeordneten und sehr leistungsfahigen Antriebsanlage die noch kurz vor Baubeginn des ersten Schiffes fur den teilweise wachfreien Betrieb ausgelegt worden war die vielseitigen Ladungseinrichtungen So waren die Schiffe mit herkommlichen Ladebaumen und zwei Bordkranen vor den Umbauten ausgestattet Ausserdem waren alle Schiffe mit einem 80 Tonnen Stulcken Schwergutbaum zur Ubernahme von Schwergut ausgerustet Weitere Ladungseinrichtungen waren die im Vorschiffsbereich unter den Trockenladeraumen angeordneten Ladetanks fur Olladung Bemerkenswert auch im optischen Sinn ist die Ausstattung aller Schiffe der Serie mit einem Wulstbug und einem Spiegelheck Die beiden Schiffe Badenstein und Holstenstein waren zusatzlich mit Ausbildungseinrichtungen und Unterbringungsmoglichkeiten zur Ausbildung von 18 Kadetten ausgerustet nbsp Die Holstenstein in Hapag Lloyd Farben in Santa Cruz de Teneriffa nbsp Friesenstein 1968 in HamburgDie Schiffe BearbeitenDer Stapellauf der Friesenstein des ersten Schiffes der NDL Serie war am 26 Mai 1967 Am 21 22 September 1967 wurde die Werftprobefahrt der Baunummer 567 in der Ostsee absolviert die Ubergabe folgte am 28 September 1967 1980 wurde die Friesenstein auf 176 50 m uber alles verlangert und zum Semicontainerschiff umgebaut Das Schiff wurde im Februar 1983 an die Tilsamar Inc Panama abgegeben und unter dem Namen Kinaros weiterbetrieben 1987 folgte der Verkauf an die Greek South American Line Piraeus mit erneuter Umbenennung in Athina I Am 12 Januar 1994 wurde das Schiff in Alang an eine Abbruchwerft ubergeben 1 Zweites Schiff der Baureihe war die am 28 November 1967 von den Lubecker Flender Werken mit der Baunummer 568 abgelieferte Holstenstein Sie wurde 1980 auf 176 50 m uber alles verlangert und zum Semicontainerschiff umgebaut und im Januar 1984 an die Tilsamar Inc Panama abgegeben die sie als Karos weiterbetrieb 1987 ubernahm die Greek Regular Lines Special Shipping Company aus Piraus das Schiff und am 11 Juni 1994 traf das Schiff in Alang zum Abbruch ein 2 Drittes Schiff der Baureihe war die am 5 Oktober 1967 mit der Baunummer 569 vom Stapel gelaufene Badenstein Die Ubergabe an die Reederei fand am 8 Januar 1968 statt Die Badenstein wurde 1978 an die Cia Sudamerikana Vapores CSAV in Chile verkauft und dort als Rapel weiterbetrieben Sechs Jahre spater ab dem 29 April 1984 wurde sie in Kaohsiung verschrottet 3 Am 21 November 1967 erfolgte beim Bremer Vulkan der Stapellauf die Ubergabe der Hessenstein mit der Baunummer 931 Seit dem 14 Juni 1974 wurde sie von Transnave Ecuador als Isla Puna bereedert und ab dem 25 September 1987 in Kaohsiung abgebrochen 4 Am 13 Dezember 1967 folgte mit der Sachsenstein der letzte Stapellauf dieser Klasse bei den Flender Werken Das Schiff mit der Baunummer 570 wurde am 14 Marz 1968 an seine neuen Eigner abgeliefert Ab dem 9 Marz 1979 lief auch sie bei der chilenischen Reederei Cia Sudamerikana Vapores als Renaico Am 31 Januar 1994 traf sie zum Abbruch in Kaohsiung ein 5 Die Ubergabe der Schwabenstein folgte im Januar 1968 beim Bremer Vulkan mit der Baunummer 932 Auch sie wurde 1980 zum Semicontainerschiff umgebaut und dabei auf 176 5 m verlangert und auf 26 60 m verbreitert 1984 wurde sie an die Tilsamar Inc Panama verkauft und fuhr dort als Karpathos bevor sie 1987 an die Greek Regular Lines Special Shipping Co in Piraus weiterveraussert wurde Ab dem 31 Mai 1995 wurde das Schiff in Alang abgebrochen 6 Das letzte Schiff der Baureihe wurde am 7 Marz 1968 mit der Baunummer 933 beim Bremer Vulkan zu Wasser gelassen und als Bayernstein abgeliefert Im August 1980 wurde das Schiff an die South Star Shipping Company in Singapur abgegeben und fur weitere drei Jahre als South Star betrieben Obwohl als letzte Einheit gebaut erfolgte schon ab dem 24 Oktober 1983 der Abbruch des nur rund funfzehn Jahre alten Schiffs in Kaohsiung 7 Literatur BearbeitenH Vidal M Lucke H Lenk Schnellfrachter MS Friesenstein In Schiff und Hafen Band 19 Nr 12 Dezember 1967 S 914 922 Arnold Kludas Die Seeschiffe des Norddeutschen Lloyd 1857 bis 1970 Weltbild Verlag Augsburg 1998 ISBN 3 86047 262 3 Karsten Kunibert Kruger Kopiske Die Schiffe von Hapag Lloyd Zeichnungen und Lebenslaufe Koehlers Verlagsgesellschaft Hamburg 2003 ISBN 3 7822 0861 7 Harald Focke Die ersten Container kamen an die Weser Vor 50 Jahren losten die Blechkisten in Deutschland eine Transport Revolution aus In Manner vom Morgenstern Heimatbund an Elb und Wesermundung e V Hrsg Niederdeutsches Heimatblatt Nr 796 Nordsee Zeitung GmbH Bremerhaven April 2016 S 3 4 Digitalisat PDF 739 kB abgerufen am 30 Juli 2019 Harald Focke Die letzten Bremer Stuckgutfrachter Friesenstein Klasse war eine teure Fehlentscheidung des Norddeutschen Lloyd In Manner vom Morgenstern Heimatbund an Elb und Wesermundung e V Hrsg Niederdeutsches Heimatblatt Nr 813 Nordsee Zeitung GmbH Bremerhaven September 2017 S 1 2 Digitalisat PDF 3 4 MB abgerufen am 13 Juli 2019 Weblinks BearbeitenDie Friesenstein Klasse bei Biedekarken Memento vom 11 Februar 2017 im Internet Archive Einzelnachweise Bearbeiten Schiffsdaten auf Miramar Ship Index englisch 1 2 Vorlage Toter Link www miramarshipindex org nz Seite nicht mehr abrufbar festgestellt im April 2018 Suche in Webarchiven nbsp Info Der Link wurde automatisch als defekt markiert Bitte prufe den Link gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis Schiffsdaten auf Miramar Ship Index englisch 1 2 Vorlage Toter Link www miramarshipindex org nz Seite nicht mehr abrufbar festgestellt im April 2018 Suche in Webarchiven nbsp Info Der Link wurde automatisch als defekt markiert Bitte prufe den Link gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis Schiffsdaten auf Miramar Ship Index englisch 1 2 Vorlage Toter Link www miramarshipindex org nz Seite nicht mehr abrufbar festgestellt im April 2018 Suche in Webarchiven nbsp Info Der Link wurde automatisch als defekt markiert Bitte prufe den Link gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis Schiffsdaten auf Miramar Ship Index englisch 1 2 Vorlage Toter Link www miramarshipindex org nz Seite nicht mehr abrufbar festgestellt im April 2018 Suche in Webarchiven nbsp Info Der Link wurde automatisch als defekt markiert Bitte prufe den Link gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis Schiffsdaten auf Miramar Ship Index englisch 1 2 Vorlage Toter Link www miramarshipindex org nz Seite nicht mehr abrufbar festgestellt im April 2018 Suche in Webarchiven nbsp Info Der Link wurde automatisch als defekt markiert Bitte prufe den Link gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis Schiffsdaten auf Miramar Ship Index englisch 1 2 Vorlage Toter Link www miramarshipindex org nz Seite nicht mehr abrufbar festgestellt im April 2018 Suche in Webarchiven nbsp Info Der Link wurde automatisch als defekt markiert Bitte prufe den Link gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis Schiffsdaten auf Miramar Ship Index englisch 1 2 Vorlage Toter Link www miramarshipindex org nz Seite nicht mehr abrufbar festgestellt im April 2018 Suche in Webarchiven nbsp Info Der Link wurde automatisch als defekt markiert Bitte prufe den Link gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Friesenstein Klasse amp oldid 225561018