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Der Blinden und Sehschwachen Verband der DDR BSV war eine Hilfsorganisation in der DDR Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Organisation 3 Blindenfursorge 4 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenDie Grundung der ersten deutschen Blindenorganisation erfolgte 1912 unter dem Namen Reichsdeutscher Blindenverband 1 Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ab 1945 in der damaligen sowjetischen Besatzungszone Blindenausschusse z B in Chemnitz Dresden und Leipzig die bei dem Gesundheits und Sozialwesen der Rate der Kreise angesiedelt waren Es folgten Landesblindenausschusse Im Juni 1947 fand der Erste Blindenkongress Sachsens in Dresden statt Ein Jahr spater folgte der Zweite Blindenkongress Beide Kongresse waren richtungweisend fur die Neugestaltung des Blindenwesens 2 Im Mai 1957 wurde in Halle Saale der Allgemeine Deutscher Blindenverband ADBV gegrundet Er vereinigte anders als im bundesdeutschen Blindenverband Blinde unabhangig von der Ursache der Sehbehinderung 3 Auf dem IV Verbandskongress 1969 in Leipzig wurde offiziell die Anerkennung Sehschwacher als Mitglieder und folgerichtig die Umbenennung des ADBV in Deutscher Blinden und Sehschwachenverband DBSV beschlossen nicht zu verwechseln mit dem gesamtdeutsch agierenden Verband der seit 1998 Deutscher Blinden und Sehbehindertenverband heisst und deshalb ebenfalls die Abkurzung DBSV verwendet Auf dem Verbandskongress 1973 in Magdeburg erfolgte die Namensanderung in Blinden und Sehschwachen Verband der DDR Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde die Arbeit der west und ostdeutschen Verbande zunachst unter dem Dach des bestehenden Deutschen Blindenverbandes DBV zusammengefuhrt bevor er sich gesamtdeutsch fur Sehbehinderte offnete und seinen Namen entsprechend anderte Organisation BearbeitenDer Verband hatte einen Zentralvorstand dessen Sekretariat sich thematisch in Sektoren gliederte Sektorleiter Organisation z B war ab 1 September 1986 Gerhard Polzin 4 In der nachgeordneten Hierarchie gab es Bezirks und Kreisorganisationen Prasidenten des ADBV bzw BSV der DDR waren von 1957 bis 1986 Helmut Pielasch und von 1987 bis 1990 Gerhard Polzin Der Verband gab die Zeitschrift Die Gegenwart heraus die nach 1990 vom nunmehr gesamtdeutschen DBSV ubernommen wurde Blindenfursorge BearbeitenDer Verband wurde finanziell unterstutzt durch Mittelzuweisungen der verschiedenen Ministerien bzw des Staatshaushalts und der Verwaltung der Sozialversicherung beim FDGB Dazu kamen Mitgliedsbeitrage Verkaufe von Literatur und Blindenhilfsmitteln Im Rahmen der Blindenfursorge erhielten Betroffene unabhangig von ihrem Arbeitsverdienst oder sonstigem Einkommen ein monatliches Blindengeld von bis zu 240 M und hatten Anspruch auf Zusatzurlaub von sechs Tagen 5 Fur blinde und sehschwache Kinder gab es eigene Schulen z B in Konigs Wusterhausen Land Brandenburg 6 Einzelnachweise Bearbeiten Die Geschichte des DBSV bei dbsv org DBSV online abgerufen 2 Januar 2022 BSBV online abgerufen 2 Januar 2022 Andreas Herbst Polzin Gerhard In Wer war wer in der DDR 5 Ausgabe Ch Links Berlin 2010 ISBN 978 3 86153 561 4 Meyers Universal Lexikon Band 1 VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1978 S 299 Deutschlandfunk Kultur online abgerufen 5 Januar 2022 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Blinden und Sehschwachenverband der DDR amp oldid 230616787