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Fun Da Mental ist eine britische Hip Hop Elektro Fusion Qawwali Gruppe die vor allem Einflusse aus westlicher indischer und afro karibischer Musik kombiniert Die multiethnische Gruppe hat politische oft aggressive Texte die sich oft mit dem Leben und den Problemen asiatischer und afro karibischer Einwanderer nach Grossbritannien beschaftigen Besonderes Aufsehen erregt die Gruppe dadurch dass sie sich selbst als islamisch sieht und dies auch offensiv in Texten und Interviews propagiert Fur nationale Diskussionen im Vereinigten Konigreich sorgte sie mit ihrem Album All is War The Benefits of G Had das sich in einer provokanten Art und Weise mit Selbstmordattentaten Osama bin Laden und den Beziehungen des Westens zur islamischen Welt auseinandersetzt Inhaltsverzeichnis 1 Grundung 2 Herangehensweise 3 Kontroverse um All is War The Benefits of G had 4 Diskografie 4 1 Alben 4 2 Singles 5 Anmerkungen 6 Literatur 7 WeblinksGrundung BearbeitenKernmitglieder der Gruppe sind Aki Nawaz aka Propa Ghandi der als Sohn pakistanischer Einwanderer in Bradford aufwuchs und Dave Watts Impi D Sohn afro karibischer Einwanderer die mit zahlreichen Gastmusikern diverser westlicher asiatischer und afro karibischer Musikstilen kollaborieren 1 Nawaz der Anfang der 80er Jahre Schlagzeuger der Goth Punk Band The Southern Death Cult war grundete 1991 das Label Nation Records um Musik von Migranten im Vereinigten Konigreich zu produzieren Er sah seine Mission von Beginn an als politisch wollte aber anders als beispielsweise Akademiker die Menschen auf der Strasse erreichen Fun Da Mental entstand als er durch Nation Records die Gelegenheit bekam mit einer asiatisch britischen Band beim Notting Hill Carnival im August 1991 aufzutreten Innerhalb von funf Tagen gelang es ihm weitere Bandmitglieder zu rekrutieren Man Tharoo DJ Obeah und Bad Sha Lallaman und ein vorlaufiges Set mit sechs oder sieben Tracks auf die Beine zu stellen 2 Nach dem Auftritt entschied er sich die Band beizubehalten wechselte aber komplett die Besetzung Dazu kamen Amir Ali Inder Matharu Count Dubulab und Watt wahrend die Grundungsmitglieder ausser Nawaz sie wieder verliessen Vor der ersten Albumveroffentlichung 1995 stiessen MC Mushtaq und Hot Dog Dennis zur Band Herangehensweise BearbeitenWahrend Musikkritiker Fun Da Mental oft mit Public Enemy verglichen waren die Briten zum einen wesentlich offener gegenuber Einflussen aus der restlichen Welt zum anderen aber gerade zu Beginn auch auf Bradford und das Vereinigte Konigreich orientiert Fun Da Mental stellte sich schon allein durch seine Existenz gegen die bisherigen Fuhrungspersonen der islamischen Gemeinschaft in Bradford und in Grossbritannien allgemein die in den spaten 1980ern fruhen 1990ern noch gegen jede Form von Popmusik oder Tanz waren Mit ihrem deutlich zur Schau gestellten Stolz auf den Islam trafen sie damit bei asiatisch britischen Jugendlichen die mit westlicher Popmusik aufgewachsen waren einen Nerv und waren erfolgreich in der Szene 3 Nawaz zeigte sich auf Fotos oft mit Stern und Halbmond den Symbolen des Islam Fun Da Mental integrierten auf fruhen Platten oft Koran Zitate in ihre Lyrics was ihnen sowohl die Abneigung der etablierten islamischen Gemeinschaft im Vereinigten Konigreich als auch die vieler Islam Gegner brachte Sie betonten die Bedeutung der Religion fur ihr Leben sprachen sich in den Lyrics gegen Alkohol oder sonstigen Drogenkonsum aus wehrten sich aber auch dagegen dass der Islam als machistische Religion gesehen wird und rappten uber wichtige und bedeutende indische Frauen Insgesamt zeigte sich in der propagierten Form des Islam eine deutliche indisch pakistanische Note die Fun Da Mental beispielsweise deutlich von vielen US Rap Gruppen mit islamischen Hintergrund absetzte 4 was die Band aber nicht daran hindert auch auf die spezifische amerikanische Islam Variante der Nation of Islam positiv Bezug zu nehmen und zahlreiche Samples von Louis Farrakhan und Malcolm X in ihre Musik zu integrieren 5 Musikalisch zeigt die Band seit ihrem Bestehen starke Einflusse aus der Musik des Nahen Osten und besonders des Qawwali Dabei waren sie immer auch direkt politisch aktiv Sie unterstutzten die Proteste gegen den Criminal Justice and Order Act von 1994 indem sie auf zahlreichen Demonstrationen und Versammlungen antirassistischer und antiimperialistischer Gruppen auftraten 6 Die politische Grundhaltung der Band spiegelt sich auch in der Herangehensweise an die Alben heran Nawaz und Watts kontaktieren zahlreiche Musiker weit divergierender Stile und beginnen dabei meist schnell eine politische Diskussion Erst wenn sich dort eine interessante Mischung entwickelt hat stellen sie sich mit den Gastmusikern zusammen die Frage wie sich das in Musik integrieren lasst Watts legt darauf wert dass anders als es vielleicht scheinen mag die Gruppe und ihre Mitglieder keineswegs aggressiv sind sondern sich eher fur tiefe politische Diskussionen interessieren und versuchen diese zu erzeugen indem sie sich in andere Menschen hineinversetzen dabei gerne auch den Advocatus Diaboli spielen und provozieren Dabei bezeichnet Nawaz selbst die Umsetzung dieser Strategie als bewusst sehr provokativ sehr konfrontativ und kompromisslos 2 Musikalisch ist die Band breit aufgestellt Fur Watts beispielsweise kam Hip Hop aus den USA besteht nun aber mehr in seinen wichtigen Teilen aus Bands wie Cannibal Arts Company Flow Anti Pop Consortium etc 2 Kontroverse um All is War The Benefits of G had BearbeitenDie Band trat von Anfang an sehr provokativ auf So propagierte sie immer offensiv den palastinensischen Kampf gegen Israel und pries bereits in einem fruheren Album die erste weibliche Flugzeugentfuhrerin Leila Chaled in einem Tribut Song an starke Frauen als Freiheitskampferin 7 Das 2006er Album All is War The Benefits of G had hat bereits vor seinem Erscheinen fur intensive Diskussionen gesorgt Das Album ist offensichtlich auf Provokation gerichtet so zeigt bereits das Cover die Freiheitsstatue in der Kluft eines Abu Ghuraib Gefangenen loste aber Reaktionen aus die weit uber das anvisierte Ausmass hinausgingen Die Diskussion begann mit einer ganzseitigen Seite 3 Story im Guardian 8 in der dieser das Album im Licht des einjahrigen Jubilaums der Londoner Bombenanschlage kritisierte 9 Insbesondere konzentrierte sich die Diskussion auf die Songs I Reject der die Heuchelei und Immoralitat der westlichen Welt kritisiert Che Bin der Osama bin Laden mit Che Guevara vergleicht und Cookbook DIY der seinen Text aus der Sicht eines Selbstmordattentaters erzahlt und diesen mit Wissenschaftlern im Dienst des US Militars gleichsetzt 10 Die Sun bezeichnete Propa Ghandi daraufhin als Selbstmordattentatsrapper 11 mehrere Boulevardblatter druckten sein Bild direkt neben das von Osama bin Laden 12 wahrend Mitglieder des Unterhauses wie Andrew Dinsmore Labour 10 seine Festnahme forderten Virgin und HMV Plattenladen weigerten sich Platten von Fun Da Mental ins Programm zu nehmen 10 Der linksliberale Observer hingegen fand dass das Album ohne die ganze Aufregung eine sorgsame Zusammenstellung ist die nicht nur eine Reaktion provoziert sondern auch Gedanken und eine Debatte Das Album versuche nicht einfach nur Leute gleichzusetzen oder Selbstmordattentate anzupreisen sondern wurde im Gegenteil verschiedene verbreitete Sichtweisen auf die Welt darstellen und selbst Gedanken dazu nahelegen inwieweit sich ein Selbstmordattentater ein gewissenloser Wissenschaftler der an den meistbietenden verkauft und ein offizieller US Atombombenforscher glichen und auch unterschieden 13 Nawraz selber wies darauf hin dass er mit den Texten das Terrorismusproblem aus einem einseitigen Verdammen losen wollte und wieder eine politische Debatte uber die Ursachen eroffnen ebenso wie den nicht westlichen Teilen der Welt eine Stimme geben wollte So sei es in Lateinamerika oder Asien eine weit verbreitete Haltung Osama bin Laden mit Che Guevara zu vergleichen 14 Neben den Tracks die vor allem die Diskussion auslosten enthalt das Album beispielsweise auch noch Totenklagen fur die Toten in Afghanistan und Srebrenica letztere gesungen in Bosnisch oder eine Erinnerung an Proteste im Apartheids Sudafrika Musikalisch betritt die Platte ein weites Feld und greift neben Rap Texten und Samples auch auf Zulu Gesange Delta Blues oder Punk Gitarren zuruck 12 Wegen der Texte gab es auch Probleme mit dem Management von Nation Records wo das Album erscheinen sollte Die Manager Martin Mills und Andrew Heath die fur Beggars Banquet im Nation Records Direktorium sitzen drohten mit Rucktritt falls es erscheinen sollte 9 Am 7 August 2006 erschien es schliesslich als Download Album wahrend die physische Veroffentlichung erst spater auf Five Uncivilised Tribes erfolgte Diskografie BearbeitenAlben Bearbeiten 1994 Seize the Time Mammoth Records 1995 With Intent to Pervert the Cause of Injustice 1998 Erotic Terrorism Beggars Banquet Records 1999 Why America Will Go to Hell 2001 There Shall Be Love 2003 Voice of Mass Destruction 2006 All Is War The Benefits of G Had Five Uncivilised Tribes Singles Bearbeiten 1992 Janaam 1992 Gandhi s Revenge 1993 Wrath of the Blackman 1993 Countryman 1994 Dog Tribe 1994 Cointelpro nur fur Promotionszwecke 1994 Gold Burger 1995 Mother India 1996 Goddevil 1997 Ja Sha Taan 1998 Demonised Soul 2001 The Last GospelAnmerkungen Bearbeiten Swedenburg S 57 a b c Interview mit Aki Nawaz und Dave Watts auf asianvibrations com Memento des Originals vom 22 Oktober 2006 im Internet Archive nbsp Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot asianvibrations com Swedenburg S 57 Swedenburg S 58f Swedenburg S 61 Swedenburg S 58f Swedenburg S 60 Anindya Bhattacharyya Aki Nawaz from Fun Da Mental talks about imperialism and his album All Is War Memento des Originals vom 30 September 2007 imInternet Archive nbsp Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot www socialistworker co uk In Socialist Workers online 5 August 2006 a b Mark Brown Luc Torres G had and suicide bombers the rapper who likens Bin Laden to Che Guevara In The Guardian 28 Juni 2006 a b c Rosalind Miles Radical singer takes to stage In Oxford Mail 14 August 2006 Suicide bomb rapper a b Chris Campion Fun Da Mental All is War In The Observer 16 Juli 2006 trip away the outrage then and what s left is an album pieced together with great consideration To provoke not just a reaction but thought and debate Chris Campion Fun Da Mental All is War in The Observer 16 Juli 2006 G Had In the UK Memento des Originals vom 22 Oktober 2007 imInternet Archive nbsp Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot www redpepper org uk auf redpepper com Literatur BearbeitenTed Swedenburg Islamic Hip Hop versus Islamophobia Aki Nawaz Natacha Atlas Akhenaton In Tony Mitchell Global Noise Rap and Hip hop Outside the USA Wesleyean University Press 2001 ISBN 0819565024 S 57 85 Weblinks BearbeitenWebsite Ausfuhrliches Bandportrait und Interview bei asianvibrations com von 2002 G Had In the UK auf redpepper com Ausfuhrliche Auseinandersetzung mit All is War Mark Brown Luc Torres G had and suicide bombers the rapper who likens Bin Laden to Che Guevara Guardian In The Guardian 28 Juni 2006 Artikel der die offentliche Debatte ausloste Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Fun Da Mental amp oldid 233502713